Darauf sollten Sie im 1. Quartal achten

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Ein paar Gedanken von Les McKeown zum neuen Jahr haben mich inspiriert. Ich möchte Ihnen eine Auswahl vorstellen und “weiterdenken”. 

Alte Geschichten – neue Geschichten

Jedes Jahr wird Geschichte geschrieben. Das gilt für die großen Ereignisse, die es ins Fernsehen schaffen genauso, wie für die kleinen und ganz kleinen Ihres und meines Umfelds; auch für das, was an Ihrem Arbeitsplatz geschehen ist. 

Sie blicken vielleicht auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Ihre ganz private “Geschichte” enthält Ereignisse, die Sie beglücken oder auf die Sie stolz sind. Sie habe etwas erreicht, wurden befördert, haben Anerkennung erlebt. Meinen Glückwunsch!   

Vielleicht war das zurückliegende Jahr weniger erfreulich. Auch das ist Teil Ihrer Geschichte: Misserfolg, Enttäuschung, Verlust oder sogar Trauer. Ich habe das auch erlebt. Sie haben mein Mitgefühl. 

Aus der eigenen Erfahrung möchte ich Ihnen raten, gönnen Sie es sich, unter die Geschichte des vergangenen Jahres einen Schlusspunkt zu setzen. Was Ihnen wohlgetan hat und was Sie beschwert hat: schließen Sie ab mit dem, was gewesen ist. Lösen Sie sich aus der alten Geschichte und schlagen Sie bewusst ein neues Kapitel auf. Das neue Jahr wird anders werden als das zurückliegende. Sie werden sich anderen Herausforderungen stellen müssen. 

Ich finde, anstatt über Vergangenes zu grübeln, ist es besser, Hirnschmalz in Gedanken über die Zukunft zu investieren. Denn, im Gegensatz zur Vergangenheit, lässt sich diese noch beeinflussen.

Schnelle Erfolge

Hinter unserem Haus beginnt ein Feldweg, der direkt an zwei Apfelbäumen vorbeiführt. Jedes Mal, wenn meine Frau und ich im Herbst an diesen Bäumen vorbeikommen, fallen uns die vielen saftigen, roten Früchte auf. Allerdings hängen sie nicht unten am Baum – aus gutem Grund. Warum? Ganz einfach: Vor uns haben schon andere den Baum gesehen und sich an den tiefhängenden Früchten bedient.  

Identifizieren Sie in Ihrem Verantwortungsbereich tiefhängende Früchte, die Sie und Ihr Team im ersten Quartal “pflücken” können. Mit dem einen oder anderen kleinen Erfolgserlebnis lässt sich der Rest des Jahres besser bestreiten.  

Planen Sie zu scheitern?

Wer nicht plant, der plant zu scheitern, heißt es. Stimmt – aber nur zum Teil. Im Rahmen Ihrer Jahresplanung sollten Sie Zwischenziele fürs erste Quartal sorgfältig planen und im Verlauf der kommenden Wochen Ihre strategischen Ziele anpassen. Bedenken Sie: kein Plan ist vollkommen. Je früher Sie auf Irrtümer oder falsche Annahmen stoßen und diese korrigieren, desto besser. 

Vorsicht Gravitation 

Dieser Punkt gilt besonders den Erfolgreichen und Leistungsträgern: Beachten Sie die Anziehungskraft der Vergangenheit. Zwar heißt es, wer nicht aus der Vergangenheit lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Vermeiden Sie es, Fragen von heute mit den Antworten von gestern zu behandeln. Selbst wenn Sie gestern außerordentlich erfolgreich waren, ist das keine Garantie dafür, dass Sie heute erfolgreich sein werden. 

Zu guter Letzt

Suchen Sie immer wieder neu Ihre Mitte. Mir hilft zweierlei: Mein Tagebuch und mein Glaube. Ich habe mir angewöhnt, meine Eindrücke und Erfahrungen aufzuschreiben und mindestens einmal im Quartal auszuwerten. So bewahre ich meine Sensibilität für Entwicklungen, die für mich wesentlich sind. Mein christlicher Glaube übernimmt dabei die Rolle eines Kompasses, wenn es darum geht, konkrete Schlüsse fürs Leben zu ziehen.